Gemeinde Brodersby-Goltoft distanziert sich von geplanter Demonstration am 14. Juni | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Gemeinde Brodersby-Goltoft distanziert sich von geplanter Demonstration am 14. Juni

Für den 14. Juni 2026 wurde eine Demonstration im Bereich Missunde zum Thema Fährverbindung Missunde angekündigt. Die Gemeinde Brodersby-Goltoft stellt hierzu ausdrücklich klar, dass sie weder Veranstalterin noch Unterstützerin dieser Aktion ist.

Die Diskussion um die Zukunft der Fährverbindung Missunde bewegt viele Menschen in unserer Region. Die Sorgen und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger sind nachvollziehbar und verdienen eine sachliche sowie demokratische Auseinandersetzung. Gleichzeitig beobachten wir mit Sorge, dass dieses Thema von Akteuren aus dem rechten politischen Spektrum aufgegriffen wird, um eigene politische Ziele zu verfolgen.

Die Gemeinde Brodersby-Goltoft lehnt jede Form von Extremismus und demokratiefeindlicher Propaganda entschieden ab. Die berechtigten Interessen der Bevölkerung dürfen nicht für politische Zwecke instrumentalisiert werden, die unseren demokratischen Grundwerten widersprechen.

Gleichzeitig respektieren wir die geltende Rechtslage. Das Ordnungsamt des Kreises Schleswig-Flensburg weist hierzu darauf hin:

„Nach § 21 StrWG darf eine Sondernutzung nicht generell untersagt werden. Eine Untersagung ist nur rechtmäßig, wenn durch die Aufstellung der Schilder eine Gefährdung für den Straßenverkehr besteht. Unter Berücksichtigung der allgemeinen Meinungsfreiheit gemäß Grundgesetz muss somit grundsätzlich jedem gleichermaßen die Möglichkeit gegeben werden zu plakatieren.“

Die Gemeinde Brodersby-Goltoft steht für einen offenen, respektvollen und demokratischen Austausch. Wir appellieren daher an alle Bürgerinnen und Bürger, sich konstruktiv und im Rahmen unserer demokratischen Werte an der Diskussion um die Zukunft der Fährverbindung Missunde zu beteiligen.

Die Gemeinde Brodersby-Goltoft unterstützt die angekündigte Demonstration nicht und distanziert sich ausdrücklich von jeglicher Form extremistischer oder demokratiefeindlicher Instrumentalisierung dieses Themas.

Darüber hinaus weist die Gemeinde darauf hin, dass sie gemeinsam mit den beteiligten Akteuren weiterhin im direkten Austausch mit dem Land Schleswig-Holstein, den zuständigen Behörden und politischen Entscheidungsträgern steht, um konstruktive Lösungen für die Zukunft der Fährverbindung Missunde zu erreichen. Eine nachhaltige Lösung wird aus Sicht der Gemeinde durch sachorientierte Gespräche und Zusammenarbeit erzielt – nicht durch politische Vereinnahmung oder gesellschaftliche Spaltung.

Der Gemeinderat Brodersby-Goltoft